Die wichtigste Nase gehört einem Hund. Wir sind mit Pietro & Pietro auf Trüffeltour, im istrischen Hinterland rund um Buzet. Zwischen Bäumen und Unterholz geht es um Pilze, die unter der Erde wachsen. Ein ausgebildeter Suchhund spürt sie über ihren Geruch auf. Die Menschen bringen das Wissen über den Wald und die Erfahrung im Umgang mit den Tieren mit.
Eine Familie, ein Hund und die Trüffel
Hinter Pietro & Pietro steht der Familienbetrieb Natura Tartufi in Mala Huba bei Buzet. Seine Geschichte beginnt nach der Darstellung der Familie 1932, als Pietro Černeka einen Hund namens Reno kaufte. Reno wurde zum Trüffelsucher. Seither gibt die Familie ihr Wissen weiter, von der Ausbildung der Hunde bis zur Verarbeitung der Funde. Heute begleiten Familienmitglieder die Besucher auf Touren durch die Wälder der Umgebung.
Der Trüffel gehört hier zum Beruf und zum Familienalltag. Natura verarbeitet und verkauft ihn frisch, als Creme oder in anderen Produkten. Zum Betrieb gehört auch ein Verkostungsraum. Dort können Besucher die Verarbeitung und Zubereitung kennenlernen. Die Nähe zwischen Suche und Küche ist bei Pietro & Pietro ganz praktisch: Beides gehört zum selben Betrieb.

Buzet liegt in einem der bekannten Trüffelgebiete Istriens. Auch der Motovuner Wald und das Tal der Mirna zählen dazu. Von der Adriaküste führt der Weg hierher ins bewaldete und hügelige Landesinnere. Eine Gegend, deren kulinarische Adressen sich über kleine Orte und landwirtschaftliche Betriebe verteilen.
In den Weinbergen stehen mit Malvazija istarska und Teran zwei regionaltypische Rebsorten: die eine weiß, die andere rot. Bei einer Weinprobe lässt sich kennenlernen, was einzelne Winzer daraus machen. Der Ausbau verändert den Charakter ebenso wie die Handschrift des Betriebs. Zusammen mit der Trüffelsuche gibt das einen guten Einblick in ein Istrien, das sich vom Badeurlaub an der Küste deutlich unterscheidet.
An der Kvarnerküste
An der Kvarner-Bucht öffnet sich der Blick wieder aufs Wasser. Zwischen Rijeka und Opatija liegt das Hilton Rijeka Costabella Beach Resort & Spa direkt an der Adria. Alle Unterkünfte sind zum Meer ausgerichtet. Der Strand und der Außenpool machen es leicht, einen Teil des Tages im Resort zu verbringen. Für einen Ausflug ins Hinterland ist das Haus ebenfalls eine passende Basis.
Bei den Unterkünften reicht die Auswahl vom Doppelzimmer mit Balkon bis zur Panorama-Suite. Letztere ist auch in der Bildergalerie zu sehen: Ihre breite Fensterfront gibt den Blick auf die Adria frei. Hinzu kommen Familienapartments und Villen, darunter Varianten mit zwei oder drei Schlafzimmern und Unterkünfte mit eigener Terrasse. Wer mit Familie oder Freunden reist, kann gezielt nach einem passenden Grundriss suchen. Der Meerblick bleibt auch bei diesen Kategorien Teil des Angebots.
In Opatija führt die Lungomare-Promenade an Jugendstilvillen vorbei. Sie verbindet Volosko mit Lovran und folgt dabei dem Ufer. Hier bestimmen das Meer und die Architektur die Aussicht. Die Wege entlang der Küste sind ein schöner Gegenpart zu den Waldtouren bei Buzet: Man kann sie ohne Führung und in seinem eigenen Tempo gehen.
Auch im Hotel braucht es für einen ruhigen Nachmittag keinen festen Ablauf. Der eforea Spa & Health Club verteilt sich über 3.500 Quadratmeter auf drei Ebenen. Der beheizte Innenpool misst 255 Quadratmeter. Zur Hydrothermalzone gehören finnische Saunen, Dampfbäder und ein Salzraum. Hinzu kommen Massagen und Körperbehandlungen. Wer sich bewegen möchte, findet im Health Club Technogym-Geräte; das Angebot umfasst außerdem Gruppenkurse und Personal Training. Strand und Außenpool ergänzen die Möglichkeiten für Tage im Resort.
Für die Mahlzeiten gibt es im Haus weitere Adressen. Im The Kitchen wird Frühstück angeboten. Das Jedro Beach & Restaurant setzt direkt am Wasser auf mediterrane Küche mit kroatischen Zutaten, darunter den Fang des Tages und Gerichte aus dem Holzkohleofen. Die Aura Lounge Bar bietet Kaffee, leichte Mahlzeiten und Cocktails. An der Promenade liegt außerdem die Villoresi Pizzeria. Strandrestaurant und Pool-Lounge arbeiten saisonal, weshalb sich vor einem Besuch ein Blick auf die aktuellen Öffnungszeiten lohnt.
Kroatien auf dem Menü
Im Nebo liegt die Antwort im fünften Stock. Eine breite Glasfront gibt den Blick auf die Adria und die Insel Cres frei. Der Raum ist modern und zurückhaltend gestaltet. Viel Aufmerksamkeit gilt dadurch dem Meer und dem Menü. Das Restaurant mit einem Michelin-Stern ist die kulinarisch anspruchsvollste Adresse des Resorts.
Küchenchefin Gabriela Filca führt hier die Brigade. Ihr Degustationsmenü greift Traditionen von Kroatiens Küste und aus dem Landesinneren auf. Meeresprodukte stehen neben Gemüse, Wild und Zutaten aus dem kroatischen Hinterland. Die Zutaten werden zeitgemäß verarbeitet; das Menü ist in unterschiedlichen Längen erhältlich.
Nebo arbeitet mit einem Degustationsmenü, das auch in einer kürzeren Fassung angeboten wird. Der Abend folgt damit einer geplanten Abfolge von Gerichten. Kleine Einstimmungen, Gemüse, Meeresprodukte, Fleisch und Desserts bilden verschiedene Stationen. Die Speisekarte macht zugleich deutlich, wie eng Küste und Hinterland in dieser Küche zusammengehören: Neben Fisch und Muscheln stehen Produkte aus Gärten, Wäldern und von landwirtschaftlichen Betrieben.
Ein Blick auf die veröffentlichte Speisekarte zeigt, wie Gabriela Filca diese Verbindung übersetzt. Zum Auftakt werden unter anderem Topinambur, Hagebutte und weißer Trüffel genannt. Karotte trifft auf Spirulina, Ingwer und Mais; Kastanie auf weiße Quinoa, Hauswurz und Steinpilz. Für einen Wildgang kombiniert das Restaurant Hirsch mit orangefarbener Süßkartoffel, wilder Brombeere und Austernpilz. Feige, Kefir und Walnuss führen zum Dessert. Diese Beispiele geben einen Einblick in die Arbeitsweise. Die konkrete Zusammenstellung richtet sich nach Saison und Verfügbarkeit.
Gabriela Filca: Wurzeln in der Lika
Gabriela Filcas Beziehung zu Lebensmitteln beginnt lange vor ihrer Arbeit in einer Sterneküche. Aufgewachsen ist sie in Prokike, einem Dorf bei Brinje in der kroatischen Region Lika. Ihre Familie baute Gemüse an, bewahrte Saatgut auf und machte Vorräte selbst. Der Großvater war Koch und Metzger, die Mutter prägte die Küche zu Hause. Wer mit solchen Abläufen aufwächst, erlebt Zutaten vom Anbau bis zur Verarbeitung. Für Filca blieb diese Nähe zu Boden, Ernte und Jahreszeiten ein Bezugspunkt ihrer späteren Arbeit.
Ihre Ausbildung führte sie nach Opatija. Im Restaurant Draga di Lovrana lernte sie Deni Srdoč kennen, der ihr Mentor wurde. Sie gehörte bereits bei der Eröffnung zum Team des Nebo, arbeitete dort als Souschefin und übernahm schließlich die Küchenleitung. Heute entwickelt sie die Küche mit einem eigenen Schwerpunkt weiter: Gemüse, saisonale Produkte und Fermentation spielen eine wichtige Rolle, ebenso die Zusammenarbeit mit kleinen kroatischen Familienbetrieben. Im Jahr 2025 erhielt sie den Young Chef Award von Michelin. Die Auszeichnung ergänzt den Stern des Restaurants um eine persönliche Anerkennung ihrer Arbeit.

Die Herkunft gehört zum Gericht
Wie die Produkte in die Küche kommen und was dort mit ihnen geschieht, gehört beim Nebo zum Konzept. Auf seiner Seite zur Nachhaltigkeit beschreibt das Restaurant die Zusammenarbeit mit nahe gelegenen Höfen, saisonal wechselnde Menüs und Besuche bei den Produzenten. Das Team will die Herkunft der Zutaten kennen und auf Nachfrage erklären können. Damit erhält auch der Gast einen konkreten Zugang zu den Betrieben hinter einem Gericht.
Dazu kommt das Ziel, möglichst viel von einer Zutat zu nutzen. Gemüseabschnitte sollen beispielsweise in Brühen und Fonds weiterverarbeitet werden. Essbare Bestandteile bekommen einen Platz in der Küche; organische Reste, die sich nicht verwenden lassen, werden nach Angaben des Restaurants kompostiert. Filcas Interesse am Einmachen und Fermentieren passt zu diesem Ansatz. Es knüpft an Techniken an, die sie aus dem ländlichen Alltag kennt, und erweitert die Möglichkeiten, mit der jeweiligen Ernte zu arbeiten.
Weinbegleitung und ein Abend über der Bucht
Auch die Getränke sind Teil der Abfolge. Die Sommeliers stellen eine Weinbegleitung zu den einzelnen Gerichten zusammen; das Restaurant beschreibt die Auswahl als fortlaufend wechselnd. Für den Gast bedeutet das, die Entscheidung über mehrere passende Gläser dem Team überlassen zu können. Wer keinen Alkohol trinken möchte, findet auf der veröffentlichten Karte außerdem eine alkoholfreie Begleitung. Beide Varianten lassen sich zusammen mit dem gewünschten Menü vorab besprechen.
Für den Besuch lohnt es sich, genügend Zeit einzuplanen und direkt beim Restaurant zu reservieren. Nebo bittet die Gäste eines Tisches, dieselbe Menüvariante zu wählen, damit die Gänge gemeinsam serviert werden können. Allergien und Unverträglichkeiten sollten bei der Buchung angegeben werden. Zur Adresse gehört außerdem eine Lounge mit Cocktails. So verbindet sich das Restaurant im oberen Teil des Resorts mit einem Ort für den Aperitif und mit dem Blick über die Kvarner-Bucht.
Bei Pietro & Pietro führt eine Zutat in den Wald und in die Geschichte einer Familie. Im Nebo kommen Produkte aus verschiedenen Teilen Kroatiens auf einer Menükarte zusammen. Beide Orte machen es lohnend, nach der Herkunft des Essens zu fragen. Und für den Meerblick bleibt beim Abendessen am Fenster immer noch genug Zeit.
Bildergalerie






Anmerkung der Redaktion: Diese Reise wurde unterstützt von Hilton Worldwide Holdings Inc.