In Paro führt der Weg zur Sauna durch einen Kiefernwald. In Punakha bleibt ein alter Altarraum Teil des Hauses, während darunter neue Gemeinschaftsbereiche entstanden sind. Amankora hat seine beiden Lodges in Bhutan nach einer umfassenden Renovierung wieder geöffnet. Erneuert wurden sämtliche Suiten; besonders deutlich zeigt sich der Umbau beim Wellnessangebot.
Die Häuser gehören zu einem Verbund aus fünf Lodges in Paro, Thimphu, Punakha, Gangtey und Bumthang. Sie lassen sich zu einer Reise durch mehrere Täler verbinden. Mit den jüngsten Arbeiten wurden zwei Stationen dieses Konzepts überarbeitet, die sich bereits durch ihre Lage und Architektur unterscheiden.
Paro: 24 Suiten zwischen Kiefern
Die Paro Lodge liegt auf 2.250 Metern Höhe im Kiefernwald unterhalb der Festung Drukgyel Dzong. Von hier führen Ausflüge zu Klöstern und Wanderwegen des Tals. In allen 24 Suiten wurden Holzböden, Decken und Wandverkleidungen erneuert. Auch Klimatisierung, Beleuchtung und Ausstattung sind modernisiert worden.
Die Veränderungen reichen über die Zimmer hinaus. Restaurant und Küche wurden neu konzipiert, eine Bar ergänzt die Gemeinschaftsbereiche. Die Bibliothek kann weiterhin als Rückzugsort genutzt werden und steht nun auch für private Mahlzeiten zur Verfügung.
Ein eigenes Spa House im Wald
Das von Kerry Hill Architects entworfene Spa House steht als separates Gebäude hinter dem Kiefernwald. Zum privaten Wellnessbereich gehören ein Hammam und ein Behandlungsraum für zwei Personen. Eine Lounge, ein beheizter Swimmingpool und ein Jacuzzi ergänzen das Haus.
Das Angebot orientiert sich an Hammam-Ritualen mit Dampf, Körperpeeling und Massage. Gäste können ein 60-minütiges Ritual buchen oder einen halben Tag reservieren, der zusätzlich eine 90-minütige Körpermassage und Zeit zum Entspannen umfasst. Das Spa House erweitert damit die Möglichkeiten für Behandlungen zu zweit.

Banya am Bach
Eine zweite Neuerung in Paro ist die Wild Nature Banya Experience. Die Sauna aus kanadischem Hemlockholz liegt zwischen hohen Kiefern an einem Gletscherbach. Durch die Panoramafenster fällt der Blick auf die historische Festung und den Wald.
Zum Ritual gehört eine Venik-Massage mit Eichen- und Birkenzweigen. Auf die Saunahitze folgt der Wechsel ins Wasser: Draußen stehen ein warmer Pool und ein Kaltwasserbecken zur Verfügung; zum Angebot gehört auch ein Bad im Bach. Aman greift hier osteuropäische und skandinavische Badetraditionen auf.
Auch der bestehende Spa wurde renoviert. Die fünf Behandlungsräume öffnen sich jeweils zu einer privaten Terrasse mit einem traditionellen Hot Stone Bath. Ein neuer Yoga-Pavillon zwischen den Kiefern ergänzt das Angebot für private Stunden mit Blick auf den Fluss und die Festung.

Punakha: Neues Leben im alten Farmhaus
Die Punakha Lodge liegt weiter östlich, umgeben von Reisfeldern. Ihr Mittelpunkt ist ein rund 300 Jahre altes Farmhaus, das einst einem früheren Je Khenpo, dem obersten Abt Bhutans, gehörte. Der ursprüngliche Altarraum ist erhalten geblieben. Dort führt ein ansässiger Mönch weiterhin buddhistische Segnungen durch.
Im ersten Stock befinden sich nun ein Diningbereich für bis zu 18 Gäste und ein Shop. Die Bibliothek wurde erneuert; hinzu kommen ein Medienraum, ein Arbeitsbereich und eine Lounge. Alle zwölf Suiten haben neue Holzoberflächen sowie modernisierte Klima- und Beleuchtungssysteme erhalten.
Der Spa wurde ebenfalls erweitert. Im Obergeschoss befinden sich neue Behandlungsräume und ein Yogastudio. Im Erdgeschoss stehen nun unter anderem ein Dampfbad, ein Jacuzzi und ein Kaltwasserbecken zur Verfügung. Eine Schwalldusche und eine Ruhelounge vervollständigen den Bereich.

Mehrere Täler, eine Reise
Paro und Punakha können einzeln besucht oder mit weiteren Amankora Lodges kombiniert werden. Die Route führt je nach Reiseplanung auch nach Thimphu, Gangtey und Bumthang. Amankora stellt dafür individuelle Reisen zusammen. Wer die neuen Spaangebote nutzen möchte, kann die gewünschten Behandlungen und privaten Bereiche bereits bei der Planung abstimmen.