Im Kaminzimmer des Son Net treffen rote Vorhänge auf unterschiedlich gemusterte Sitzmöbel. Ein großer Teppich verbindet die Sitzgruppen, Ziegelbögen rahmen den Raum, dunkle Balken zeichnen die Decke. Schon hier zeigt sich die Handschrift von Lorenzo Castillo: Der spanische Innenarchitekt gibt Stoffen und Antiquitäten viel Platz und lässt zugleich die alten Bauteile sichtbar.
Das Grand Hotel Son Net in Puigpunyent ist ein anschauliches Beispiel für Maximalismus im Hotel. Farben und Muster bestimmen die Räume bis ins Detail. Für Gäste bedeutet das auch, dass die Wahl des Zimmers eine gestalterische Entscheidung ist: Die 31 Zimmer und Suiten sind individuell eingerichtet.
Ein Herrenhaus mit sichtbarer Geschichte
Das Anwesen stammt aus dem 17. Jahrhundert und liegt am Fuß der Serra de Tramuntana, nach Hotelangaben rund 20 Autominuten von Palma entfernt. Zur historischen Substanz gehören Steinböden und alte Kamine. Auch der ursprüngliche Innenhof, ein von einer Quelle gespeister Brunnen und die private Kapelle sind erhalten.
Castillos Gestaltung nimmt diese Architektur auf. Balken und Gewölbe geben den Räumen ihre Struktur; die Einrichtung setzt Farbe und unterschiedliche Oberflächen dazu. So bleiben die Proportionen des Herrenhauses auch dort erkennbar, wo Vorhänge, Bilder und Möbel den Blick beschäftigen. Draußen führen Wege durch den mediterranen Garten, entlang der bewachsenen Fassade und der grünen Fensterläden.

Die Stoffe geben den Ton an
Für das Zusammenspiel der Muster nutzt Castillo mehrere Flächen eines Raums. Vorhänge und Polster beziehen sich aufeinander, Teppiche bringen weitere Farben hinzu. Historische Porträts, Tapisserien und Chinoiserien ergänzen die Antiquitäten. Ein einzelnes dekoratives Stück steht dabei selten für sich; die Wirkung entsteht aus den Beziehungen zwischen den Gegenständen.
In der Galilea Junior Suite lassen sich diese Schichten gut ablesen. Ein dunkles Himmelbett steht unter hellen Deckenbalken. Gemusterte Stoffe fassen Bett und Fenster ein, während ein großflächiger Teppich den Boden bedeckt. Durch die unterschiedlichen Materialien bleibt selbst innerhalb einer ähnlichen Farbwelt viel zu entdecken.

Ein anderes Zimmer, eine andere Farbwelt
Die Grand Suite Antonio Torrandell führt das Prinzip mit einem anderen Schwerpunkt fort. Hier ziehen kleinteilige grüne Muster die Aufmerksamkeit auf Wand und Polster. Goldfarbene Rahmen, gerahmte Bilder und gelbe Stoffakzente setzen sich davon ab. Das Holz der Dachkonstruktion bleibt darüber deutlich sichtbar.
Solche Unterschiede machen die Innenräume zu einem wesentlichen Teil des Aufenthalts. Wer Son Net auswählt, kann sich vor der Buchung mit den einzelnen Kategorien und ihrer Gestaltung beschäftigen. Die Übersicht der Zimmer und Suiten zeigt neben den unterschiedlichen Raumgrößen auch die Lage im Haus sowie vorhandene Terrassen oder Gärten.

Auch das Cottage bleibt farbenreich
Außerhalb des Haupthauses setzt sich die Gestaltung in den Pool Cottages fort. Im Schlafzimmer des Pool Cottage House umgeben blau-weiße Wandmotive das Himmelbett. Die warmen Holztöne der Balken und ein orangefarbener Überwurf geben dem Raum zusätzliche Farbe.
Das Haus bietet zwei Schlafzimmer und einen Wohnbereich sowie einen privaten Garten mit Pool. Es ist damit eine Möglichkeit für Gäste, die mehr Raum und eine Unterkunft für sich suchen. Auch hier gehört die ausführliche Gestaltung zum Konzept.

Für einen Aufenthalt im Herbst oder Winter sind gerade die Innenräume ein guter Grund, sich Zeit für das Hotel zu nehmen. Im Son Net gibt es dafür mehr als das eigene Schlafzimmer: Das Kaminzimmer mit seinen verschiedenen Sitzgruppen ist ein ebenso prägnanter Raum wie die Suiten. Den Charakter des Hauses tragen die erhaltene Architektur und Castillos Einrichtung gemeinsam.