©Zakariae Daoui

Südmarokko

Land zwischen Wüste und Meer

Erstellt von: Robert Bebic
Erstellt von: Robert Bebic

Wer an Marokko denkt, hat vor allem die Städte Marrakesch, Casablanca, Fez im Sinn. Doch das Land hat noch so viel mehr zu bieten. Gerade der südliche Teil des Königreichs ist eine faszinierende Mischung aus alter Kultur, atemberaubenden Landschaften und gastfreundlichen Menschen. Abseits der touristischen Hochburgen zeigt sich hier ein Marokko, das zu entdecken sich lohnt.

Am Rande der Sahara gelegen, ist Südmarokko ein Land der Extreme. Im Osten breitet sich die unendliche Weite der Wüste aus, während im Westen der Atlantik mit seinem rauen Charme lockt. Die Landschaft ist geprägt von imposanten Gebirgsketten, fruchtbaren Tälern und endlosen Sanddünen. Hier findet man Orte wie Ouarzazate – oft als „Tor zur Wüste“ bezeichnet. Der Ort ist bekannt für seine Kasbahs und diente auch als Kulisse für zahlreiche Hollywood-Filme. Erfoud ist die „Hauptstadt der Datteln“ und Agadir ist ein populäres Seebad mit einem der schönsten Strände des Landes.

Eines der bemerkenswertesten Phänomene in Südmarokko sind die so genannten „Blauen Männer der Sahara“. Sie sind Berber und Tuareg, die für ihre auffallend blauen Gewändern bekannt sind. Ihr traditioneller Lebensstil inmitten der Wüste ist ein einzigartiger Einblick in eine Kultur, die seit Jahrhunderten fast unverändert ist.

©Carlos Leret

Doch Südmarokko ist nicht nur geprägt von Tradition und Kultur, sondern auch von Fortschritt. Es wird stark in erneuerbare Energien investiert. Durch die hohe Sonneneinstrahlung ist natürlich die Solarenergie das große Thema. So ist der Solarpark Noor bei Ouarzazate der größte seiner Art in Afrika.

Auch gastronomisch hat die Region ebenfalls viel zu bieten. Die Küche ist geprägt von Produkten aus der Region: Datteln, Mandeln, Arganöl, Honig und natürlich Fisch entlang der Küste. Spezialitäten wie der berberische Eintopf Tagine oder der süße Tee mit frischer Minze dürfen auf keiner Speisekarte fehlen.

Wer Marokko wirklich entdecken will, sollte also unbedingt einen Abstecher in den Süden des Landes einplanen. Hier, zwischen den Ausläufern der Sahara und den Wellen des Atlantiks, zeigt sich ein authentisches Marokko, das in seiner Vielfalt und Schönheit fasziniert und begeistert. Von den beeindruckenden Landschaften, über die lebendige Kultur bis hin zu den freundlichen Menschen – Südmarokko ist ein Ort, den man nicht so schnell vergisst.

Für die Reise durch Südmarokko bietet sich Marrakesch als idealer Start- und Zielpunkt an. Die „Perle des Südens“ ist auch von Deutschland aus gut erreichbar und zieht Besucher aus der ganzen Welt mit seiner reichen Kultur, seiner atemberaubenden Architektur und seinem exotischen Charme an. 

Man sollte unbedingt auch für Marrakesch noch Zeit einplanen, denn hier gibt es zahlreiche Attraktionen und Sehenswürdigkeiten zu entdecken, darunter den berühmten Djemaa el Fna-Platz, die Koutoubia-Moschee, die Medina mit ihren engen Gassen und bunten Souks, den Bahia-Palast und die Jardin Majorelle. Die Stadt bietet auch eine Vielzahl von Luxusresorts, Riads und Boutique-Hotels für Reisende, die eine komfortable Unterkunft suchen. Es ist ratsam, leichte und atmungsaktive Kleidung mitzubringen, denn in Marrakesch herrscht ein warmes Klima. Besucher sollten auch daran denken, die örtlichen Sitten und Gebräuche zu respektieren und angemessene Kleidung vor allem in religiösen Einrichtungen zu tragen.

Das Atlasgebirge in Südmarokko ©Layla Ait Laara

Bergpanoramen und Kasbahs

Ein sehr früher Start nach einer kurzen Nacht ist ein kleiner Preis für das unvergleichliche Abenteuer, das vor uns liegt. Wir wollen das atemberaubende Marokko auf unserer einmaligen Reise erleben, die uns durch malerische Landschaften, historische Kasbahs und blühende Rosenstädte führt. Unsere Route startet mit einer Fahrt über den atemberaubenden Gebirgspass Tizi-n-Tichka. Durch das Herz des Hohen Atlas windet sich die Panoramastraße und bietet unvergleichliche Ausblicke auf die majestätische Berglandschaft, die gerade jetzt in den frühen Morgenstunden in magischen Farben leuchtet.

Unser erster Halt ist die Kasbah Aït Benhaddou – gelegen auf einer Anhöhe an den Ufern des Ounila-Flusses. Dieses UNESCO-Weltkulturerbe kommt einem sofort bekannt vor, wird es doch oft als Kulisse in Hollywood-Blockbustern genutzt. Wir schlendern durch die engen Gassen, die von strohgedeckten Häusern gesäumt waren und lassen die jahrhundertealte Atmosphäre auf uns wirken.

Das UNESCO-Weltkulturerbe Kasbah Aït Benhaddou ©Cristiano Pinto

Der nächste Stopp ist die als „Tor zur Wüste“ bekannte Stadt Ouarzazate. Hier besichtigen wir die beeindruckende Kasbah Taourirt, die einst die Residenz des mächtigen Berberfürsten T’hami El Glaoui war. Die Architektur dieser prächtigen Festung ist eine Hommage an die berberische Geschichte und Kultur.

Unsere Reise führt uns weiter durch die Rosenstadt El Kelaa. Im Mai, wenn die Rosen in voller Blüte stehen, wird die Stadt zum Schauplatz eines farbenfrohen Festivals, das die Sinne betört.

Schließlich erreichen wir unser Ziel: Boumalne. Die Stadt liegt malerisch am Rande eines Wüstenplateaus, an der Mündung des oberen Dades-Tals, und thront stolz auf mehr als 1.500 Metern über dem Meeresspiegel. Dieser Panoramablick auf die  umliegenden Berge und das weite Tal ist ein unvergesslicher Abschluss unseres ersten Reisetags durch Marokko.

Boumalne an der Mündung des oberen Dades-Tals auf 1.500 Metern über dem Meeresspiegel ©Jewad Alnabi

Von der Oase in die Wüste

Auch der zweite Tag unserer außergewöhnlichen Entdeckungsreise durch Südmarokko beginnt in den frühen Morgenstunden. Auf der „Straße der Kasbahs“ schlängelt sich die Route in Richtung Tinghir. Der altertümliche Souk, das im Zentrum einer der schönsten Oasen Marokkos liegt, ist unbedingt sehenswert. Wir nehmen uns Zeit und bummeln durch ein pulsierendes Labyrinth aus Händlern und Handwerkern.

Zum Verweilen lädt auch das nächste Etappen-Ziel ein: die Todra-Schlucht bietet beeindruckende, felsige Hänge und spektakuläre Aussichten auf die unberührte Landschaft Marokkos. Hier genießen wir einen erfrischenden Spaziergang durch das natürliche Wunder dieser Schlucht. 

Todra-Schlucht ©Robert Bebic

Unsere Reise führt uns weiter durch ausgedehnte Palmenhaine über Erfoud, einer kleinen Stadt am Rande der Sahara, weiter zum nahe gelegenen Dorf Rissani. Rissani ist bekannt als Geburtsort der Alawiten-Dynastie und zeigt uns ein Gefühl von authentischer marokkanischer Geschichte und Kultur. Ein Bummel durch die Souks von Rissani ist wie eine Zeitreise, voller farbenfroher Waren und betörender Düfte.

In Rissani wechseln wir unser Fahrzeug und steigen vom Reisebus in robuste Geländewagen um. Diese bringen uns sicher durch die unendlichen Sanddünen in die Wüste Merzouga. Hier erleben wir die verzaubernde Schönheit und Magie der Wüste unter dem sternklaren Himmel. Die Nacht verbringen wir in einem luxuriösen Zeltcamp, eine Erfahrung, die für nicht wenige unserer Mitreisenden sicherlich zu den Höhepunkten der Reise zählt.

Die Wüste Merzouga ©Robert Bebic

Berberdörfer und uraltes Wissen

Die liebliche Stadt Alnif ist der erste Halt am dritten Tag unserer Rundreise durch Südmarokko. Umgeben von der atemberaubenden Kulisse der Dattelpalmenoase, nehmen wir uns einen Moment Zeit, um bei einer Tasse dampfenden frischen Kaffees die Ruhe und Friedlichkeit der Umgebung auf uns wirken zu lassen.

Von Alnif aus führt unsere Route weiter nach Tazzarine. Hier können wir eine weitere spektakuläre Oase entdecken – gleichzeitig ein weiteres Zeugnis der beeindruckenden Schönheit Marokkos, die uns auf unserer Rundreise ständig begleitet. Der nächste Halt auf unserer Reise ist das traditionsreiche Tamegrout. Wir bekommen die seltene Gelegenheit, die uralte Bibliothek zu besichtigen. Eine beeindruckende Sammlung von altertümlichen Schriften und Texten gewährt uns tiefe Einblicke in die faszinierende Geschichte des Landes. Ein anschließender Rundgang durch den Ksar, das malerische Lehmdorf von Tamegrout, vervollständigt unser Kulturerlebnis. 

Die Landschaft, die wir während unserer Reise durchqueren, ist einfach spektakulär: Wir passieren die atemberaubenden Weiten der Wüste vor der Sahara, eine endlose, majestätische Landschaft, die von pittoresken Berberdörfern durchsetzt war. Diese kleinen, charakteristischen Siedlungen sind unsere ständigen Begleiter, während wir uns weiter Richtung Süden bewegen.

Unser Tagesziel ist Zagora. Hier endet ein unvergesslicher Tag, der uns tiefe Einblicke in die natürliche und kulturelle Pracht Marokkos gewährt hat und in unseren Herzen bleibende Eindrücke hinterlässt. Nach dem Check-In im Hotel lassen wir den Abend ausklingen und blicken auf die unglaublichen Erlebnisse des Tages zurück. 

Einer der unzähligen traditionellen Tontöpfer Shops in Zagora ©Fabien Bazanegue

Zurück nach Marrakesch

Unser vierter Tag beginnt mit der Reise zurück nach Marrakesch. Dieser Ort mit seinen quirligen Souks und dem verführerischen Duft von Gewürzen zieht uns immer wieder an. Aber an diesem Tag sollte der Weg das Ziel sein.

Wie auch in den vergangenen Tagen, beginnt die Reise direkt nach dem Aufwachen in der noch kühlen Morgenluft. Wir halten an einem kleinen Café in Agdz für den dringend benötigten Wachmacher-Kaffee. Erfrischt und wacher führt uns der Weg dann durch malerische Dörfer und üppige Palmenhaine, die das Draa-Tal säumen. Dann erreichen wir wieder Ouarzazate – das „Tor zur Wüste“ – und werden sofort wieder von den historischen Kasbahs und der beeindruckenden Berglandschaft, die ihn umgibt, verzaubert.

Weiter geht es wieder über den beeindruckenden Tizi-n-Tichka-Pass. Die kurvenreiche Fahrt bietet spektakuläre Ausblicke auf die umliegenden Berge und Täler. Es ist eine erhebende Erfahrung, die uns das Gefühl gibt, auf dem Dach der Welt zu stehen.

Am späten Nachmittag kommen wir in unserem Hotel in Marrakesch an. Erschöpft, aber erfüllt, lassen wir uns für eine kleine Pause in unsere Betten fallen oder gehen eine Runde im Pool schwimmen. Das Abendessen nehmen wir später im traditionellen Restaurant Dar Nejjarine ein, dann geht es wieder zurück ins Hotel und ins Land der Träume. Wir wollen Kräfte sammeln für den nächsten Tag.

Restaurant „Dar Nejjarine“ im Herzen von Marrakech ©Robert Bebic

An unserem letzten Tag bleiben wir in der ockerfarbenen Stadt Marrakesch. Im Herzen Marokkos gelegen, glänzt sie mit ihren historischen Attraktionen und kulturellen Höhepunkten. Der Morgen beginnt mit einem Besuch des beeindruckenden Bahia-Palastes, einem Schmuckstück marokkanischer Architektur. Wir bewundern seine feinen Ziselierungen und bunt bemalten Zedernholzdecken, die uns eine Spur seiner glorreichen Vergangenheit hinterließen.

Danach machen wir uns auf den Weg zur Koutoubia-Moschee. Mit ihrem Minarett, das als Wahrzeichen der Stadt fungiert, bietet sie einen faszinierenden Einblick in die islamische Baukunst und Kultur. Unsere kulturelle Stadtrundfahrt führt uns weiter zu den Saadier-Gräbern – stumme Zeugen vergangener Dynastien. Eingebettet in einen ruhigen und malerischen Garten, bestaunen wir diese imposanten Grabstätten mit ihren aufwändig verzierten Mausoleen.

Die handverzierte Decke im Bahia-Palast in Marrakech ©Robert Bebic

Einen Einblick in das mittelalterliche Marrakesch erhalten wir an der Stadtmauer. Dieses beeindruckende Bollwerk umgibt die Altstadt und erzählt Geschichten von Heldentum und Verteidigung. Im Anschluss genießen wir den Ausblick auf den weitläufigen Garten Menara. Wir wandeln unter seinen Olivenbäumen und lassen uns von dem friedvollen Anblick des zentralen Beckens verzaubern, das sich majestätisch im Schatten des Atlasgebirges spiegelt.

Am Nachmittag besuchen wir das Pikala Bikes Projekt der TUI Care Foundation. Der Projektmanager Issam erklärt uns über Bedeutung des Projekts für die örtliche Gemeinschaft und die Wege zur Selbstverwirklichung der Frauen

Video:

Das Pikala Bikes Projekt der TUI Care Foundation

Pflichtprogramm in Marrakesch ist natürlich auch ein Besuch der Souks. Auf diesen bunten und lebhaften Märkten kann man eintauchen in eine Welt voller herrlich duftender Gewürze, Stoffe und traditioneller Handwerkskunst. Überall wird gehandelt und es liegt der Geruch von frisch gegrilltem Essen in der Luft. Zum Abschluss unserer Reise besuchen wir noch den pulsierenden Platz Jemaa El Fna. Bei einem traditionellen Minztee lassen wir das farbenfrohe Treiben von Gauklern, Musikern und Händlern auf uns wirken.

Marrakesch hat uns auf dieser Reise mit seiner ockerfarbenen Schönheit, seinen kulturellen Reichtümern und seiner lebendigen Atmosphäre in seinen Bann gezogen. Das ist leider schon unser letzter Tag in der Perle des Südens, wie Marrakesch oft liebevoll genannt wird. Diese Reise ist eine eindrucksvolle Erinnerung daran, dass es nicht nur um das Ziel geht, sondern auch um die Reise selbst. Jeder Moment, jede Begegnung, jedes neue Bild, das vor unseren Augen auftaucht, machte diese Erfahrung zu etwas ganz Besonderem. Wir können nur hoffen, dass Ihre Reisen Sie auch zu solch unerwarteten und erfüllenden Wegen führen.

Panoramablick auf den Souk von Marrakesch ©Calin Stan

So kommen Sie nach Marrakesch

Von Deutschland aus gibt es mehrere Fluggesellschaften, die Direktflüge von verschiedenen deutschen Städten nach Marrakesch anbieten. Die Flugdauer variiert je nach Abflugort, beträgt aber in der Regel zwischen drei und vier Stunden. Zu den deutschen Städten, von denen aus Direktflüge nach Marrakesch angeboten werden, gehören Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, München und Hamburg. Fluggesellschaften wie Royal Air Maroc, Lufthansa und diverse andere gehören zu den Anbietern von Flügen zwischen Deutschland und Marrakesch.

Es ist außerdem ratsam, eine Rundreise durch Südmarokko direkt über einen der erfahrenen deutschen Reiseveranstalter wie Gebeco Reisen zu buchen, die sich auf derartige Rundreisen spezialisiert haben. Gebeco Reisen ist ein renommierter Reiseveranstalter mit 45 Jahren Erfahrung. Das Unternehmen bietet individuelle und hochwertige Reisen in verschiedenen Kategorien wie Studienreisen, Erlebnisreisen, sowie Wander- und Radreisen an. Mit sorgfältig zusammengestellten Reiserouten und professionellen Reiseleitern ermöglicht Gebeco den Reisenden, die Höhepunkte eines Landes zu entdecken und authentische Begegnungen zu erleben. Das Unternehmen legt zudem Wert auf Nachhaltigkeit und engagiert sich für den Schutz der Umwelt und die Unterstützung lokaler Gemeinschaften. Gebeco zählt zu einer den führenden Reiseveranstaltern in Deutschland. Die Preise für Rundreisen nach Südmarokko variieren je nach Saison und Buchungszeitpunkt. Es lohnt sich daher, frühzeitig zu planen und zu buchen.

Der Flughafen Marrakesch-Menara ist der Hauptflughafen, der die Stadt mit internationalen Zielen verbindet. Er liegt etwa sechs Kilometer von der Innenstadt entfernt und ist gut mit dem öffentlichen Nahverkehr sowie mit Taxis und Mietwagen erreichbar. Vom Flughafen aus gibt es verschiedene Möglichkeiten, ins Stadtzentrum zu gelangen, einschließlich Shuttleservices und Taxis.

Gaukler und Musiker auf dem Platz Jemaa El Fna ©Raul Cacho Oses

Anmerkung der Redaktion: Diese Pressereise wurde unterstützt von Gebeco Reisen und Royal Air Maroc