© Carlstrom-Photography

Schlemmen und schlafen: Neue Restaurants und Hotels in Göteborg

Hotels und Restaurants mit Stern, Stil und schwedischem Flair

Picture of Erstellt von: Sara Voigt
Erstellt von: Sara Voigt

Ob ein Hotel mit Liebe zu gepopptem Mais, eine Dachterrasse mit „aufgeflogenen“ Bäumen, Afterwork in der Speakeasy-Bar oder Restaurants mit Michelin-Stern, Stripped-down-Feeling und gewagten Eigenkreationen: Die für eine bunte Kulinarik bekannte Stadt Göteborg bietet nun noch mehr neue, aufregende Orte, die darauf warten, entdeckt zu werden.

© Scandic Gîteborg Central

Scandic Göteborg Central: Ein Wald am Dach

Nur ein paar hundert Meter vom Hauptbahnhof entfernt und mitten im schnell wachsenden Älvstaden, dem größten Stadtentwicklungsprojekt der nordischen Region, wird im zweiten Quartal 2022 das Scandic Göteborg Central eröffnet. Auf 451 Zimmern wird der Puls des Hafenviertels eingefangen. Das Design ist – hafenlike – von Containern inspiriert, große Glasfassaden geben den Blick nach außen frei. Coworkingspaces, Bar- und Restaurantbereich sorgen dafür, dass das Hotel zum Treffpunkt für Bewohner und Besucher gleichermaßen wird. Besonderes Highlight ist ein hoteleigener Wald. Dieser befindet sich auf der 14. Etage: Hier werden Cocktails zwischen Bäumen getrunken, die Altstadt Göteborgs stets im Blick. Ihren Weg aufs Dach fanden die Bäume übrigens mit dem Helikopter – ganz nach dem Mottto „I believe I can fly“.

Jimmy’z © Ess Group

JIMMY’Z: Nach der Arbeit ist vor dem JIMMY‘Z

Inspirierend, verlockend, lebendig: Das JIMMY’Z Hotel & Resort wird im November 2022 in Göteborg eröffnet. Es soll die Anlaufstelle für Meetings, Kickoffs und Feiern werden und gleichzeitig mit seinem von Miami inspirierten Poolclub zu Entspannung einladen. Bereits jetzt sorgt das Hotel mit seiner Website für Aufmerksamkeit: Kurzclips verschiedener Eventualitäten führen automatisch zu einem Kopfkino und der bildhaften Vorstellung dort einzuchecken, den bunt gemixten, trendigen Stil aufzusaugen und sich sofort lebendig zu fühlen. Nicht nur die Räumlichkeiten reichen von Zimmern – deren Merkmale die hohen Glasfenster und das rautenförmige Außendesign sind – über private Loungebereiche und Kongresssäle bis hin zu einem voll ausgestatteten Fitnessstudio, auch die kulinarische Szene erfreut sich bunter Vielfalt. Burger in der Lobby, Sushi-Box vom Zimmerservice und koreanische Geschmackskombinationen von der Sky Bar & Restaurant GOGOGAGA – eine Achterbahnfahrt für die Geschmacksnerven. Soll der Adrenalin-Kick noch eine Spur größer ausfallen, so sollten sich Gäste auf die Suche nach der Speakeasy- Bar machen, von der niemand weiß, wo sie sich befindet … oder?

Quality Hotel The Weaver © Nordic Choice Hotels

The Weaver: Ja zu Eis und Popcorn

Das Quality Hotel The Weaver, welches am 15. März 2021 seine Pforten öffnete, verdankt seinen Namen einem Wettbewerb in den sozialen Medien. Der Name hat sowohl lokale als auch historische Wurzeln und bezieht sich auf die Weberei, die früher in der Gegend florierte. Wer auf der Suche nach Konferenz und Kongresssälen im Hotel ist: immer der Nase nach. Der unverwechselbare Duft von Popcorn geleitet den Weg zu den Businessbereichen. Neben süßen Verführungen bietet das Hotel in seinem À-la-carte-Restaurant Brasserie X französisch inspirierte Menüs aus saisonalen Zutaten. Doch nicht nur die kulinarischen Aspekte des Hotels sind einen Versuch wert, auch das Action-Programm trumpft auf. Während die ältere Generation sich am Shuffleboard, einem Brettspiel mit langer Tradition, herausfordern kann, haben die Kleinsten mit Schatzsuchen, Spielen und Basteln alle Hände voll zu tun. Bis zum 19. Juni 2022 bieten die beliebten Maskottchen jedes Wochenende ein bunt gemischtes Aktivprogramm.

Project © Carlstrom-Photography

Project: Willkommen Michelin-Stern

Im Restaurant Project sind die Speisen nicht weniger extravagant wie deren Namen. Angefangen bei der Langusten-Klaue weiter zur Jerusalemer Artischocke und abgerundet mit der Valrhona-Schokolade – welche Überraschungen verbergen sich hier auf den Tellern? Gerichte, die im vergangenen Oktober einen Michelin-Stern rechtfertigten, so viel steht fest. Trotz internationaler Berufserfahrung in ganz Europa und neu gewonnenem Michelin-Stern bleibt das Gründer-Ehepaar auf dem Boden. Nach dem Kampf gegen eine Krebserkrankung, Covid-19 und dem Großziehen zweier Kinder möchten Anna und Cameron nichts anderes, als einen Ort zu bieten, an dem Gäste durch leidenschaftliches Personal ein einzigartiges Food-Erlebnis erfahren und sich dennoch wie zuhause fühlen.

CHuman © Kristian Sahlberg

Human: Weniger ist mehr

Der Sternekoch und Sieger des Wettbewerbs „Koch des Jahres 2019“ in Stockholm, Martin Moses, war sieben Jahre lang Küchenchef im SK Mat och M nniskor und eröffnete nun im Oktober 2021 sein eigenes Restaurant „Human“ in der Risåsgatan. Der Küchenchef selbst beschreibt in Nordeuropas White-Guide-Restaurantführer, dass das Restaurant persönlich und modern gehalten ist, mit einer nordischen Note. Außerdem steht das sogenannte Stripped-down-Gefühl an erster Stelle, was so viel bedeutet wie „auf das Wesentliche gekürzt“ – demnach soll alles etwas einfacher und minimalistischer ausfallen, aber dennoch durch das gewisse Etwas überzeugen. Gäste können saisonale Zutaten genießen und ihre Gaumen mit den Fünf-Gänge-Mittags- und Abendmenüs sowie passendem Wein an einer Geschmacksexplosion erfreuen. Amandine-Kartoffeln mit Zuchtpilzen, aromatischen Kräutern und Maiskäse oder Filetsteak mit Topinambur, Karl-Johan-Pilzen und Basilikum sind nur einige wenige der kulinarischen Kreationen des Restaurants.

Wagners: Einfach trifft exklusiv

Sternekoch Ulf Wagner eröffnete im Oktober 2021 ein Bistro unter seinem eigenen Namen „Wagners“. Der gebürtige Schwede mit deutschen und österreichischen Wurzeln war zuvor Inhaber zahlreicher Restaurants, darunter Fiskekrogen, Sjömagasinet und The Place, das im Michelin-Führer auch mit dem ersten Stern Göteborgs ausgezeichnet wurde. Das Wagners soll eine entspannte Atmosphöre bieten; statt üppiger Mehr-Gänge-Menüs werden einzelne à la carte Gerichte serviert. Austern als Appetizer, Risotto mit Muscheln, Fenchel und Petersilie als Happen zwischendurch oder in Oliven gebackener Kabeljau, gegrillte Zitrone, Ragout auf Tomaten, Paprika, Kapern und Sardellen als Hauptgericht und kleine Madeleines als süßer Abschluss – die Speisekarte ist eine Mischung aus den eigenen Spezialitäten des Chefkochs.