Wenn sich im Herbst die Sommersonne der gemäßigten Atlantikbrise beugt, beginnt auf Gran Canaria die vielleicht schönste Zeit des Jahres. Vom 23. bis 26. Oktober 2025 findet zum 14. Mal das Gran Canaria Walking Festival statt – ein Treffen für alle, die das Wandern nicht als sportliche Herausforderung, sondern als bewusste Reise zur Natur verstehen.
Die drittgrößte Kanareninsel bietet mit ihren 14 Mikroklimazonen und über 200 ausgeschilderten Wegen ideale Voraussetzungen. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr eine Neuauflage des Programms mit vier Tagesrouten durch Regionen, die selbst viele Einheimische kaum kennen.
Wandern, nicht marschieren
Organisiert wird das Festival von „Gran Canaria Natural & Active“, einem Zusammenschluss regionaler Anbieter, Landhotels, Fincas und kleiner Manufakturen. Ziel ist nicht nur die Förderung des sanften Tourismus, sondern auch der Schutz der Landschaften, durch die die Routen führen.
Die Teilnehmer erleben die Insel im Rhythmus ihrer Wege. Begleitet von ortskundigen Führern geht es über schattige Pfade, durch weite Schluchten, vorbei an alten Feldterrassen, Höhlenhäusern und Aussichtspunkten, die sonst nur Hirten kennen.
Jede der vier Routen beginnt an einem anderen Ort und endet mit einem Picknick aus lokalen Produkten. Die Gruppen sind klein, die Wege gut begehbar und für verschiedene Konditionen geeignet. Start- und Zielpunkte sind mit Transfers organisiert, sodass auch Einzelreisende unkompliziert teilnehmen können.

Die vier Routen
Artenara und der Kiefernwald von Tamadaba
Der Tag beginnt in einem der ältesten Pinienwälder der Insel und führt auf Höhenwegen mit Blick auf das Tejeda-Massiv und bei klarem Wetter sogar auf den Teide auf Teneriffa. Ziel ist Artenara, das höchstgelegene Dorf der Insel, bekannt für seine Höhlenwohnungen und traditionelle Terrassenkultur.
Teror und Pino Santo
Von der barocken Wallfahrtsstadt Teror mit ihren berühmten Holzbalkonen führt der Weg durch den Barranco del Álamo und das grüne Herz der Insel. Entlang alter Bauernhöfe und Felder endet die Tour im Erholungsgebiet San José del Álamo.
Caideros und die Kastanienwälder
Startpunkt ist San José de Caideros. Die Strecke führt durch dichte Wälder, vorbei an kleinen Gehöften und entlang von Wegen, die früher von Viehtreibern genutzt wurden. Ziel ist Santa Cristina, ein ruhiger Rastplatz unter Pinien.
Von Tunte nach Arteara
Ein Klassiker der Insel: Alte Hirtenwege verbinden die Orte Tunte und das charmante Dorf Fataga. Weiter geht es bis nach Arteara mit seinen Höhlenwohnungen und der bedeutenden prähispanischen Nekropole – ein Ziel für alle, die Natur und Geschichte zugleich suchen.

Mehr als nur ein Wanderfestival
Was das Gran Canaria Walking Festival auszeichnet, ist nicht nur die Vielfalt der Routen, sondern die Haltung dahinter. Der Respekt vor der Natur, die Unterstützung lokaler Betriebe und die Liebe zum Detail machen es zu einem Gegenentwurf zu Massentourismus und Selfie-Routen.
Wer will, kann das Festival auch mit einer Übernachtung in einem der zahlreichen Landhotels kombinieren. Inmitten der Natur gelegen, oft mit Panoramablick, bieten sie nicht nur Ruhe, sondern auch kulinarische Entdeckungen. Ob Weinverkostungen in den Bodegas Las Tirajanas oder ein Besuch bei Finca La Laja mit ihren Kaffeeplantagen – die Insel zeigt sich von ihrer ursprünglichen Seite.

Jetzt anmelden – die Plätze sind begrenzt
Da pro Route maximal 125 Personen zugelassen sind, wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen. Möglich sind Einzelbuchungen oder ein 4-Tages-Paket. Inklusive sind Transport, Versicherung, mehrsprachige Wanderführer und kleine Willkommensgeschenke.
Weitere Informationen und Anmeldung:
www.grancanariawalkingfestival.com
www.grancanarianaturalandactive.com